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Lehre

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Lehre


Beschreibung

Die Lehre bietet Jugendlichen (meist im Alter von 15 bis 19 Jahren) eine solide Berufsausbildung in einem der rund 220 Lehrberufe. Die Lehre ist die richtige Wahl für alle, die eine praxisorientierte Ausbildung in einem Lehrbetrieb (Mitarbeit im Betrieb) bevorzugen. Rund 20 % der Ausbildungszeit verbringen die Lehrlinge in der Berufsschule, wo sie unter anderem das theoretische Wissen für den Beruf erwerben.

Obwohl bei der Lehre der Ausbildungsaspekt im Vordergrund steht, handelt es sich um ein Arbeitsverhältnis. Daher erhalten die Lehrlinge für ihre Leistung im Betrieb eine Lehrlingsentschädigung. Die Höhe der Lehrlingsentschädigung ist sehr unterschiedlich und hängt unter anderem vom gewählten Lehrberuf und vom Lehrjahr ab, in dem sich der Lehrling befindet; je nach dem liegt die Lehrlingsentschädigung ca. zwischen 300,00 und 2.000,00 Euro pro Monat (Stand 05/2014).

 

Voraussetzung:

Erfüllte 9-jährige Schulpflicht; ein positiver Abschluss der Hauptschule, Polytechnischen Schule oder des 9. Schuljahren in einer anderen Schule ist zwar nicht verpflichtend, erhöht aber die Chancen auf eine Lehrstelle erheblich.

Auch für SchulabbrecherInnen und Absolventinnen und Absolventen mittlerer und höherer Schulen stellt die Lehre eine interessante Option für den Einstieg in die Arbeitswelt dar. Die Lehrzeit kann sich in diesen Fällen auch verkürzen (in der Regel um ein Jahr; bei Lehrberufen im eigenen Fachbereich auch mehr).

 

Bewerbung:

Für Jugendliche, die sich für eine Lehre entschieden haben, ist es unbedingt nötig, eine Lehrstelle in einem Lehrbetrieb zu finden und einen Lehrvertrag abzuschließen!
In Österreich gibt es ein großes Angebot an Lehrberufen, daher ist es wichtig sich über die verschiedenen Lehrberufe genau zu informieren, damit auch die passende Berufswahl getroffen werden kann.

Es ist äußerst ratsam, rechtzeitig mit der Suche einer Lehrstelle zu beginnen! Am besten bereits im vorletzten Schuljahr oder zu Beginn des letzten Schuljahres, spätestens aber vor den Semesterferien des letzten Schuljahres.

Hinweis: Falls keine Lehrstelle gefunden wird, bietet das Arbeitsmarktservice (AMS) die Möglichkeit, die Lehrlingsausbildung in einer überbetrieblichen Ausbildungseinrichtung zu machen. In diesem Fall erhalten die Lehrlinge jedoch keine Lehrlingsentschädigung, sondern nur eine geringere Ausbildungsbeihilfe.

 

Besuch der Berufsschule:

Rund 20 % der Ausbildung in einem Lehrberuf erfolgt in der Berufsschule. Die zu besuchende Berufsschule kann nicht frei gewählt werden sondern richtet sich nach dem Lehrberuf und nach dem Standort des Lehrbetriebs. Für die Anmeldung in der Berufsschule ist der Lehrbetrieb zuständig.


Lehre mit Matura

Das Modell "Lehre mit Matura" (auch "Berufsmatura") ist eine Sonderform der Berufsreifeprüfung. Mit der "Lehre mit Matura" können sich Lehrlinge bereits während ihrer Lehrausbildung auf die Berufsreifeprüfung vorbereiten und diese zum größeren Teil auch bereits ablegen.

Die Berufsmatura besteht aus vier Teilprüfungen: Deutsch (schriftlich und mündlich) und Mathematik (schriftlich), eine lebende Fremdsprache (schriftlich oder mündlich) und ein Fachbereich (schriftliche Prüfung oder Projektarbeit und mündliche Prüfung). Lehrlinge können drei der vier Teilprüfungen bereits während der Lehre ablegen (nicht aber die Fachbereichsprüfung).

Vorbereitungskurse können von Einrichtungen der allgemeinen und berufsorientierten Erwachsenenbildung (z. B. WIFI, bfi, Volkshochschulen) oder von weiterführenden Schulen (Berufsschulen und höheren Schulen) angeboten werden.

Erfolgt der Besuch der Vorbereitungskurse auf die Berufsreifeprüfung während der Lehrzeit, kann die Lehrzeit im Ausmaß des zusätzlichen (Berufs-)Schulbesuches verlängert werden (in der Regel um ein halbes Jahr). Eine Verlängerung ist aber nur mit Zustimmung des Lehrbetriebes möglich.

 

So kann es weitergehen:

  • Berufsausübung als Fachkraft im Lehrbetrieb oder einem anderen Betrieb
  • Absolvierung der Berufsreifeprüfung (im Modell "Lehre und Matura" zu einem großen Teil bereits während der Lehrzeit möglich)
  • mit Berufsreifeprüfung ist der Besuch eines Kollegs und das Studium an Fachhochschulen, Universitäten und Pädagogischen Hochschulen möglich
  • Besuch von Aufbaulehrgängen oder berufsbildenden höheren Schulen für Berufstätige
  • Werkmeisterschulen
  • Meisterprüfung oder Befähigungsprüfung und selbstständige Berufsausübung in einem reglementierten Gewerbe
  • selbstständige Berufsausübung in einem freien Gewerbe


Tipps zur Lehrstellensuche:

Es gibt viele Möglichkeiten, eine geeignete Lehrstelle zu finden. Je mehr davon genutzt werden, desto größer ist die Chance, eine passende Lehrstelle zu finden; z. B.:

  • AMS kontaktieren: Viele Unternehmen melden ihre offenen Lehrstellen beim AMS. Außerdem steht das AMS bei der Entscheidungsfindung mit Rat und Tat zur Seite.
  • Das Internet als Informationsquelle nutzen: z. B. die Lehrstellenbörse des AMS und der Wirtschaftskammern (www.ams.at/lehrstellen) oder die Lehrbetriebsübersicht der Wirtschaftskammern (http://lehrbetriebsuebersicht.wko.at)
  • Direkt bei den Betrieben nachfragen: Auch wenn ein Betrieb keine freien Lehrstellen ausgeschrieben hat, kann man anrufen und nachfragen.
  • Zeitungsannoncen lesen: In Tageszeitungen, Regionalzeitungen, Stadtmagazinen befinden sich häufig Anzeigen über freie Lehrstellen.
  • Die berufspraktischen Tagen/Wochen nützen: Im Rahmen einer "Schnupperlehre" können Jugendliche Ausbildungsbetriebe kennen lernen - dabei können sie zeigen, was in ihnen steckt und auf sich aufmerksam machen.
  • Mit "offenen Augen" durch die Gegend gehen: Viele Betriebe plakatieren ihre offenen Lehrstellen in Schaufenstern und Geschäftslokalen.
  • Mit Verwandten, Freunden, Bekannten reden: Je mehr Menschen wissen, dass man eine Lehrstelle sucht, umso besser! Vielleicht erfährt man ja über Mundpropaganda von einem freien Ausbildungsplatz.



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