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Kolleg

An vielen berufsbildenden höheren Schulen werden Kollegs geführt. Diese vermitteln in kürzerer Zeit (4 bis 6 Semester) die fachlichen Inhalte einer berufsbildenden höheren Schule (BHS) in unterschiedlichen Fachbereichen und ermöglichen damit vor allem Absolventinnen und Absolventen von allgemein bildenden höheren Schulen (AHS) den Erwerb beruflicher Qualifikationen. Kollegs werden häufig auch berufsbegleitend als Abendkollegs angeboten.

Dauer
4 bis 6 Semester
Abschluss

Diplomprüfung

Kosten
keine (an Privatschulen Schulgeld) evt. Fahrt- und Wohnkosten

In einem Kolleg können Absolventen und Absolventinnen einer höheren Schule in relativ kurzer Zeit die Ausbildungsinhalte der jeweiligen berufsbildenden höheren Schule erwerben. Die Kollegs enden mit der Diplomprüfung im jeweiligen Fachbereich und vermitteln gleichzeitig eine abgeschlossene Berufsausbildung. Damit steht den Absolventinnen und Absolventen der unmittelbare Einstieg ins Berufsleben offen.

Die Ausbildungen sind praxisnah gestaltet und finden, je nach Schultyp, sowohl in der Klasse als auch in Werkstätten, Labors, Lehrküchen, Übungsfirmen usw. statt.

In vielen Kollegs sind außerdem verpflichtende Betriebspraktika zu absolvieren.

 

Spezialisierung:

Viele Kollegs sind zusätzlich mit unterschiedlichsten Ausbildungsschwerpunkten und Fachrichtungen eingerichtet. Diese Spezialisierungen werden im Rahmen der Schulautonomie festgelegt und erfolgt in der Regel in den höheren Semestern, in manchen Kollegtypen auch schon früher.

 

Voraussetzungen:

  • Für den Besuch eines Kollegs ist die Reifeprüfung (Matura), Berufsreifeprüfung oder eine Studienberechtigungsprüfung erforderlich.
  • Technische Kollegs können teilweise auch von Absolventen und Absolventinnen einer 4-jährigen einschlägigen Fachschule besucht werden.

Kollegs werden häufig in Kombination mit Aufbaulehrgängen oder mit höheren Schulen für Berufstätige geführt. Damit wird insbesondere Absolventen und Absolventinnen von Fachschulen die Reife- und Diplomprüfung ermöglicht.

HINWEIS: Der Unterschied zwischen einem Aufbaulehrgang und einem Kolleg liegt vor allem darin, dass im Kolleg die fachspezifischen Inhalte stärkeres Gewicht haben (Zielgruppe Absolventen und Absolventinnen allgemein bildender höherer Schulen) und in Aufbaulehrgängen ein stärkeres Augenmerk auf allgemein bildende Inhalte gelegt wird (Zielgruppe FachschulabgängerInnen).

 

Folgende Kollegs werden angeboten:

  • Technische, gewerbliche und kunstgewerbliche Kollegs: 4 Semester (Tagesform), 6 Semester (Abendform für Berufstätige)
  • Kaufmännische Kollegs: 4 Semester (Tagesform), 4 Semester (Abendform für Berufstätige)
  • Kollegs an Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik und Bildungsanstalten für Sozialpädagogik: 4 Semester (Tagesform), 6 Semester (Abendform für Berufstätige)
  • Kollegs für Mode und Bekleidungstechnik sowie für künstlerische Gestaltung: 4 Semester (Tagesform), 6 Semester (Abendform)
  • Kollegs für Tourismus: 4 Semester (Tagesform)
  • Kollegs für wirtschaftliche Berufe: 4 Semester (Tagesform)

Über die tatsächlich im nächsten Schuljahr angebotenen Kollegs informieren die jeweiligen Schulen!

 

Kolleg/Aufbaulehrgang:

Kollegs werden oft in Kombination mit Aufbaulehrgängen geführt. In den beiden ersten Semestern werden dabei Maturanten und Maturantinnen von berufsbildenden oder allgemein bildenden höheren Schulen im jeweiligen fachspezifischen Bereich (technisch, handwerklich, kaufmännisch, touristisch usw.) geschult, während Fachschulabsolventen und -absolventinnen ihre Allgemeinbildung entsprechend der Lehrpläne der höheren Schulen vertiefn. Facheinschlägige und allgemeine Pflichtgegenstände werden gemeinsam besucht. Ab dem 3. Semester werden die SchülerInnen gemeinsam unterrichtet. Den Abschluss des Aufbaulehrganges bildet die Reife- und Diplomprüfung, des Kolleg die Diplomprüfung.

 

So kann es weitergehen:

Neben einem unmittelbaren Berufseinstieg im Fachbereich bestehen für Kolleg-AbgängerInnen unter anderem die Möglichkeiten:

  • an einer Universität, Fachhochschule, Pädagogischen Hochschule oder anderen Hochschule zu studieren
  • einen Lehrberuf zu erlernen oder die Lehrabschlussprüfung abzulegen (Abschluss der BHS/Kolleg ersetzt oder verkürzt Lehrzeiten in verwandten Lehrberufen)
  • nach entsprechender Berufspraxis: selbstständige Berufsausübung in reglementierten Gewerben (gegebenenfalls mit Befähigungsprüfung)
  • selbstständige Berufsausübung in einem freien Gewerbe
Kolleg an Handelsakademien

Kollegs an Handelsakademien vermitteln in kürzerer Zeit (4 Semester) das Wissen der Handelsakademie und ermöglichen damit vor allem Absolventinnen und Absolventen von allgemein bildenden höheren Schulen den Erwerb kaufmännischer beruflicher Qualifikationen. Kollegs an Handelsakademien werden sowohl Vollzeit in Tagesform als auch berufsbegleitend als Abendkollegs angeboten.

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Kolleg an technischen, gewerblichen und kunstgewerblichen Schulen

Kollegs an höheren technischen, gewerblichen und kunstgewerblichen Lehranstalten vermitteln in relativ kurzer Zeit (4 bis 6 Semester, je nach Organisationsform) das Wissen höherer Lehranstalten und ermöglichen damit vor allem Absolventinnen und Absolventen von allgemein bildenden höheren Schulen (AHS) den Erwerb technischer, gewerblicher und kunstgewerblicher Qualifikationen die den unmittelbaren Berufseinstieg ermöglichen. Kollegs an höheren technischen Lehranstalten werden sowohl Vollzeit als Tagesform als auch berufsbegleitend als Abendkollegs angeboten.

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Kolleg für Tourismus

Kollegs für Tourismus vermitteln als Sonderform der berufsbildenden höhere Schule in relativ kurzer Zeit eine berufspraktische Ausbildung, die insbesondere Absolventinnen und Absolventen von allgemein bildenden höheren Schulen die selbstständige und unselbständige Ausübung von Berufen in der Tourismuswirtschaft, insbesondere in den Bereichen Reisewirtschaft und Reiseleitung, Hotellerie und Gastronomie ermöglichen.

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Kolleg für Mode

Kollegs für Mode (Mode und Bekleidungstechnik) vermittelt eine umfassenden praktische und fundierte fachtheoretische Ausbildung die es den Absolventen und Absolventinnen ermöglicht vielfältige Aufgaben im Bereich Management in der Mode- und Bekleidungswirtschaft, in Kreativberufen (z. B. DesignerIn, GrafikerIn, FotografIn, ModeberaterIn) oder als Selbstständige in reglementierten Gewerben (z. B. Damen- und HerrenkleidermacherIn, nach entsprechender Praxiszeit) usw. auszuüben.

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Kolleg für Sozialpädagogik

Kollegs für Sozialpädagogik vermitteln als berufsbildende höhere Schule eine berufspraktische Ausbildung zur Sozialpädagogin/zum Sozialpädagogen und ermöglichen damit insbesondere Absolventinnen und Absolventen von allgemein bildenden höheren Schulen (AHS) eine berufliche Qualifikation in relativ kurzer Zeit.

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Kolleg für wirtschaftliche Berufe

Kollegs für wirtschaftliche Berufe vermitteln als Sonderform der berufsbildenden höhere Schule eine berufspraktische Ausbildung für Berufe in den Bereichen Wirtschaft, Verwaltung, Tourismus und Ernährung und ermöglichen damit insbesondere Absolventinnen und Absolventen von allgemein bildenden höheren Schulen (AHS) eine berufliche Qualifikation in relativ kurzer Zeit..

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Kolleg für Elementarpädagogik

Kollegs an Bildungsanstalten für Elementarpädagogik vermitteln als Sonderform der berufsbildenden höhere Schule eine berufspraktische Ausbildung zur Elementarpädagogin/zum Elementarpädagogen (Kindergartenpädagoge/-pädagogin) bzw. zum/zur HorterzieherIn und ermöglichen damit insbesondere Absolventinnen und Absolventen von allgemein bildenden höheren Schulen (AHS) eine berufliche Qualifikation in relativ kurzer Zeit.

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Kolleg für Land- und Forstwirtschaft / Landwirtschaft und Ernährung

Kollegs für Land- und Forstwirtschaft/Landwirtschaft und Ernährung vermitteln als Sonderform der berufsbildenden höhere Schule eine berufspraktische Ausbildung im Bereich Land- und Forstwirtschaft bzw. Land- und Ernährungswirtschaft und qualifiziert unter anderem zur Führung land- und forstwirtschaftlicher Betriebe.

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